Ups, eine schlechte Note

Das eigene Kind kommt mit der ersten schlechten Note aus der Schule nach Hause und als Elternteil macht man sich natürlich Gedanken. Sonst hat das Kind womöglich immer gute Zensuren und plötzlich einmal nicht. Doch was ist nun zu tun? Sollte über die Note hinweggesehen werden oder sollte das Kind nun Nachhilfe bekommen?

Zunächst ist es wichtig, dass die Eltern nicht verzagen, schließlich hat jeder von uns in seinem Leben schon einmal eine schlechte Note mit nach Hause gebracht. Wahrscheinlich hatte das Kind nur einen schlechten Tag und es handelt sich um einen einmaligen Ausrutscher. Häufen sich die schlechten Zensuren jedoch, sollte etwas dagegen getan werden.

Vertrauen schaffen

Grundsätzlich gilt erst einmal, dass ein Kind seinen Eltern vertrauen können muss. Es darf sich nicht schämen oder Angst haben, seinen Eltern von einer schlechten Leistung in der Schule zu erzählen. Wird einem Kind nämlich stets mit Strafen und Sanktionen gedroht, löst das schließlich nicht die Probleme, welche womöglich in der Schule bestehen. Ruhiges miteinander sprechen ist dabei elementar, damit ein Kind sich auch verstanden fühlt. Ein lauter Ton und Drohungen sind demnach absolut tabu. Viel wichtiger ist es, die Probleme zu erkennen und im angemessenen Maß darauf zu reagieren.

Was ist überhaupt eine schlechte Note?

Jeder sollte sich zudem darüber Gedanken machen, was eine schlechte Note überhaupt ist. Dabei ist es besonders wichtig, dass man die Stärken des eigenen Sprösslings kennt. Ist dieser beispielsweise sprachlich sehr begabt und hat naturwissenschaftliche Schwächen, dürfte eine Vier in Englisch oder Deutsch bedenklicher sein als eine Vier in Mathe, ohne diese Note als gut hervorheben zu wollen. Bei sehr ehrgeizigen Eltern ist es vielleicht auch schon ein halber Weltuntergang, wenn das Kind mit einer Zwei oder einer Drei nach Hause kommt, da sie mehr erwarten. Eltern sollten dabei jedoch in jedem Fall beachten, dass sie ihre Kinder keinem zu hohen Leistungsdruck aussetzen. Der eine Schüler ist besser und der andere schlechter. Niemand kann dabei immer perfekt sein. Deswegen sollten Eltern dies auch niemals von ihrem eigenen Kind erwarten, da dies eventuelle Versagensängste enorm verstärken kann.

Gemeinsames Lernen

Bei der ersten schlechten Note sollte wirklich niemand verzweifeln und erst einmal darüber hinwegsehen. Es sollte dem Kind natürlich erklärt werden, dass die Zensur nicht optimal ist, aber das Schulkind sollte vorwiegend dazu motiviert werden, es das nächste Mal besser zu machen. Häufen sich die schlechten Noten jedoch, sollte unbedingt gehandelt werden. Der erste Weg muss jedoch nicht immer gleich die professionelle Nachhilfe sein. Zunächst sollten sich Eltern Zeit nehmen, um sich in Ruhe mit ihren Kindern zusammenzusetzen und nachzufragen, was nicht verstanden wurde. Besonders in den unteren und mittleren Klassen können Eltern ihren Kindern nämlich oftmals schon selbst helfen. Dabei sollte versucht werden, die Verständnisprobleme in einem ruhigen Ton und mit Geduld aus der Welt zu schaffen. Erst wenn die schlechten Noten keine Ausrutscher mehr sind und der Stoff schwieriger wird, beispielsweise in der Sekundarstufe II, sollte dringend über Nachhilfe nachgedacht werden, da Eltern mit dem Lernstoff in diesem Schulstadium meist nicht mehr mithalten können. Ihre Schulzeit liegt schließlich auch schon etwas länger zurück.

Lernräume schaffen

Beim Nachdenken über die Ursachen von Schlechten Noten ist es auch besonders wichtig zu überlegen, ob das Kind überhaupt genug Ruhe und Zeit zum Lernen hat. In der heutigen Zeit sind Kinder nämlich häufig mit zu vielen zusätzlichen Arbeitsgemeinschaften neben der Schule restlos überfordert und haben bereits im Kindesalter das Tagespensum eines Vollzeitarbeiters. Eltern sollten ihre Kinder daher gezielt fragen, ob sie sich vielleicht überfordert fühlen und welche Nebentätigkeit sie lieber streichen würden, damit auch genug Zeit zum Lernen bleibt. Hilfreich kann dabei auch die einfache Beobachtung des Kindes sein. Machen ihm zusätzliche Arbeitsgemeinschaften wirklich Spaß oder nimmt es womöglich nur teil, um seine ehrgeizigen Eltern stolz zu machen? In diesem Fall sollte nämlich schleunigst gegengelenkt werden, da Kinder bei Unlust nicht mit ihrem ganzen Herzblut dabei sind. Vielleicht könnten sie diese wahrscheinlich verschenkte Zeit besser zum Lernen und zum Üben für die Schule nutzen. Kinder sind nach Fragen der Eltern oftmals zufriedener, da sie sich von selbst vielmals nicht trauen ihren Eltern zu gestehen, dass ihnen etwas keinen Spaß macht. Und freie Lernzeiten sind wirklich wichtig, nur sollten die Kinder diese auch wirklich bekommen.

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