Die Wahl der passenden Schule

Für jedes Kind und dessen Eltern stellt die kommende Einschulung ein großes Ereignis dar, da dieser Moment einen weiteren großen Abschnitt im Leben der Familie einläuten wird.
Der Schuleintritt des Kindes ist verbunden mit einem weiteren Schritt des Kindes in Richtung des Erwachsenwerdens und der damit verbundenen Selbstständigkeit und "Abnabelung" von den Eltern.
So ist es normal, dass Eltern eine geeignete Schule für ihr Kind finden wollen, an dem sich das Kind wohlfühlt und möglichst lange Spaß und Freude beim Lernen zeigt. Aber was heißt in dieser Hinsicht "geeignet"?
Diese Frage müssen sich Eltern rechtzeitig stellen. Das bedeutet, sich im Klaren darüber zu werden, was sie konkret wollen und auf welche Dinge sie besonderen Wert legen.

Schulprogramm und Homepage

Das Schulsystem bietet vielfältige Möglichkeiten, um den bisher erworbenen Kompetenzen des Kindes nach dem Schuleintritt zu entsprechen.
Alle Schulen verfügen über ein Schulprogramm, in dem qualitative Merkmale des Unterrichts sowie Informationen über die Ausstattung und das Personal ersichtlich sind.
Zudem gibt ein Schulprogramm detaillierte Auskünfte zu Schwerpunkten innerhalb der unterrichtlichen und außerunterrichtlichen Arbeit. Das kann bestimmte Unterrichtsfächer betreffen, aber auch Methoden in der Unterrichtsarbeit oder besondere Vorhaben und Projekte.

Außerdem geben Schulen auf ihren Homepages die Highlights ihres Alltags gern zum Besten. Vielfach finden sich Beiträge von Schülern, Lehrern und Eltern über Projekte, Ausflüge oder Fahrten auf der Schulhomepage, die Außenstehenden mithilfe von Texten und Fotos einen Eindruck vermitteln.

Auch die Elternarbeit kann auf der Homepage einer Schule meist gut nachvollzogen werden, sodass die Möglichkeit besteht, Kontakt zu anderen Eltern dieser Schule aufzunehmen, um gezielt nach Erfahrungen zu fragen.

Vor Ort

Wer sich aufgrund der Informationen aus Broschüren oder dem Internet dennoch unsicher bei der Wahl der Schule ist, sollte vor dem Anmeldetermin mehrere Schulen persönlich besuchen. Hierfür bieten viele Schulen einen "Tag der offenen Tür" an, an dem sich Eltern zukünftiger Schüler ein Bild vom Unterricht und den Gegebenheiten machen können.

Gibt es ein derartiges Angebot nicht, sind Schulleiter und Lehrer jedoch vielfach gern bereit, Eltern bezüglich der Wahl der Schule zu beraten. Es empfiehlt sich, einen Termin an der Schule zu vereinbaren und bestehende Fragen vorher zu notieren.

Auch Schulfeste eignen sich, um Stimmungen und Meinungen über die Schule einzuholen. Hier erlebt man Kinder, Lehrer und Eltern meist so authentisch, dass man für sich eine Entscheidung leichter treffen kann.

Betreuungsumfang

Insbesondere für Mütter, die wieder in das Berufsleben einsteigen wollen, sollte dieser Punkt besondere Beachtung finden. Etliche Schulen bieten eine Ganztagsbetreuung an, die jedoch auch in bestimmten zeitlichen Grenzen liegt. Um den Einstieg in das Berufsleben zu vereinfachen, sollten also auch weitere Möglichkeiten, wie beispielsweise ein Hort in Freier Trägerschaft oder eine Privatbetreuung, in Betracht gezogen werden. Hierüber können Schulen meist genaue Auskünfte erteilen.

Spezialschulen

Neben Sonderpädagogischen Förderzentren, auch Förderschulen genannt, die sich speziell auf Kinder mit einem besonderen Förderbedarf konzentrieren, wird derzeit die inklusive Beschulung behinderter Kinder in gemeinnützigen Schulen vorangetrieben, sodass es mittlerweile gängige Praxis ist, dass beispielsweise körper- oder lernbehinderte Kinder mit nicht behinderten Kindern gemeinsam lernen.

Wird bei einem Kind während der Kindergartenzeit bereits eine Behinderung festgestellt, sollten sich Betroffene über Möglichkeiten der Beschulung informieren. Hier geben Schulpsychologische Beratungszentren, Schulämter, aber auch Schulärzte detaillierte Auskünfte und zeigen Möglichkeiten auf.

Zudem stehen Schulen mit reformpädagogischen Ansätzen zur Verfügung. Sowohl Montessori- als auch Waldorfschulen eignen sich besonders für kreative, musisch-künstlerisch begabte Kinder und kommen ihren besonderen Neigungen daher sehr entgegen. Auch Jenaplan-Schulen oder gar Internatsschulen sind bereits für Kinder ab dem Grundschulalter teilweise geeignet, je nach Interessen und Neigungen. Allerdings ist an diesen Schulen oftmals ein Schulgeld zu bezahlen, dessen Höhe sich meist nach den Einkünften der Eltern richtet.
Auch für Kinder mit sportlichem Ehrgeiz sind sportbetonte Schulen zu empfehlen.

Grundsätze bei der Schulwahl

Eltern sollten sich möglichst nicht von Zielen leiten lassen, die sie selbst nicht erreicht haben. So sollten Wünsche und Hoffnungen nicht auf ein Kind projiziert werden, welches aufgrund natürlicher Gegebenheiten gänzlich ungeeignet scheint. Gemeint ist beispielsweise, dass eine Geige spielende Mutter ihren fußballbegeisterten Sohn nicht zwingend auf eine musikbetonte Schule schicken sollte, sondern seinem Bewegungsdrang an einer sportbetonten Schule eher entsprochen wird.

Ein feines Gespür sowie eine gute Beobachtungsgabe für die Fähigkeiten und Fertigkeiten sowie die Neigungen und die Interessen des Kindes führen bei der Wahl der richtigen Schule tatsächlich meist zum Erfolg.

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