Unerfüllter Kinderwunsch – Gebärmutterschleimhaut zu dünn?

Kinderwunsch Schleimhaut

In unserer Gesellschaft ist es oft die Regel, dass Frauen rund 20 Jahre lang verhüten, ehe sie in die Familienplanung einsteigen und ihren Kinderwunsch verspüren. Leider kommt es nach dem Absetzen der verwendeten Verhütungsmittel oft zu Problemen und der Kinderwunsch erfüllt sich nicht. Eines dieser Probleme kann eine zu dünne Gebärmutterschleimhaut sein.

Was genau ist die Gebärmutterschleimhaut und welche Funktion hat sie?

Die Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) baut sich während eines Zyklus der Frau in der Gebärmutter auf. Sie besteht aus einem mehrschichtigen Drüsengewebe, das von einem stützenden Gewebe durchzogen wird. In diesem Gewebe befinden sich zahlreiche Blutgefäße. Das alles geschieht, um unsere Fortpflanzung zu sichern. Nistet sich kein befruchtetes Ei in der Gebärmutterschleimhaut ein, setzt nach dem Ende des Zyklus die Menstruation ein. Die oberste Schicht des Endometriums (Funktionalis genannt) wird vom Körper abgestoßen und verlässt in Form von Blut den Körper der Frau. Das sind in der Regel nur circa 50 ml Blut, obwohl es immer viel mehr erscheint.
Sobald die Menstruation endet, beginnt der Körper, eine neue Funktionalis aufzubauen. Der Aufbau dauert dann wieder bis zum Zeitpunkt des nächsten Eisprungs. Für den Aufbau der neuen Funktionalis sorgt das weibliche Hormon Östrogen. So ist die Gebärmutterschleimhaut bestens ausgestattet, um ein befruchtetes Ei aufzunehmen. Ist der Eisprung erfolgt, wird vom zurückgebildeten Follikel, dem Gelbkörper, vermehrt Progesteron ausgestoßen. Dadurch wird der Aufbau des Drüsengewebes unterstützt, in den Drüsen lagert sich Glykogen ein. So sind optimale Bedingungen für die Ernährung eines Embryos geschaffen. Kommt es nicht zu einer Schwangerschaft, stirbt die Funktionalis ab und der Zyklus beginnt von vorn.


Wie stark sollte die Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) sein?


Da der menschliche Körper ein individuelles Wesen ist, gibt es auch hier keine Norm-Werte. Keine Frau sollte in Panik geraten, wenn der Gynäkologe ihr mitteilt, dass ihre Gebärmutterschleimhaut zu dünn sei.


Das Problem…

Nachdem der Zyklus über einen sehr langen Zeitraum hinweg von außen (durch die Einnahme von Hormon-Präparaten, Verhütungs-Spirale usw.) gesteuert und kontrolliert wurde, braucht der Körper einen sehr langen Zeitraum, um wieder zu seinem „natürlichem“ Zyklus zurück zu finden. Zuerst ist also sehr viel Geduld erforderlich. Auf jeden Fall ist ein Besuch und eine gründliche Untersuchung beim Gynäkologen erforderlich. Dieser wird dann vermutlich eine „Hypomenorrhoe“ diagnostizieren. Das heißt, eine sehr schwache Menstruation, die oft weniger als zwei Tage anhält und bei der nur ca. 25 Milliliter Blut vom Körper abgestoßen wird. Jede Frau mit Kinderwunsch sollte die Hypomenorrhoe medizinisch abklären lassen Erst einmal wird geklärt, ob ein Zyklus und somit ein Eisprung überhaupt stattfindet. Hierfür ist es erforderlich, jeden Morgen nach dem Aufwachen die Basaltemperatur zu messen und einen gewissenhaften Menstruationskalender zu führen. Bei einer gründlichen gynäkologischen Untersuchung wird mit Hilfe einer Gebärmutterspiegelung die Dicke der Gebärmutterschleimhaut festgestellt werden.


Der Kinderwunsch und wie kann er erfüllt werden?


Zunächst sollte auf jeden Fall, wie vorher aufgeführt, eine ausführliche gynäkologische Untersuchung erfolgen. Nach dieser Untersuchung kann der weibliche Zyklus durch die Gabe eines hormonellen Präparates unterstützt werden. Jede Frau sollte bedenken, dass durch oft jahrelange Einnahme von Verhütungsmitteln in den meisten Fällen der „post-pill-effekt“ einsetzt. In vielen Fällen entsteht eine Gelbkörperschwäche durch den Mangel des Hormons Progesteron. So sollte dann gründlich in Zusammenarbeit mit dem Gynäkologen überlegt werden, wie dieser Mangel im Körper am Besten ausgeglichen werden kann. Eine Möglichkeit ist, diesen Mangel über künstliche Formen des Hormons (verschreibungspflichtig) auszugleichen. Unterstützend können auch „Phyto-Hormone“ eingesetzt werden. Der Begriff „Phyto-Hormone“ steht für hormonidentische Stoffe in Pflanzen. Da diese einen natürlichen Ursprung haben, stellen sie für den Körper, natürlich nur in angemessener Dosierung, eine perfekte Unterstützung dar. Hier bietet sich, besonders in der zweiten Zyklus-Hälfte, der Frauenmantel-Tee an.

Abschließend noch ein Appell an jede Frau, die sich mit diesem Problem befasst...der menschliche Körper ist, wie schon vorher erläutert, ein individuelles Wesen. Sobald Körper und Geist nach einer oft sehr langen Hormon-Gabe zur Verhütung, wieder miteinander im Einklang sind, wird sich auch der Zyklus und damit der Aufbau der Funktionalis normalisieren. Auch Entspannungs-Techniken, wie Yoga, Autogenes Training usw. können unterstützend wirken. Jede Frau sollte geduldig für sich die vorgenannten Methoden kombinieren und für eine Entscheidung für ihren Körper und den Kinderwunsch treffen.

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