Kinderkrankheit "Poliomyelitis"

Kinderlähmung in Deutschland

Kinderkrankheit Kinderlähmung / Poliomyelitis

Die Kinderlähmung, auch kurz Polio oder genauer Poliomyelitis bezeichnet, ist eine schwere Kinderkrankheit, die zu bleibenden Lähmungen bis hin zum Tod führen kann. Polio ist eine Infektionskrankheit, die durch Viren (Polioviren) hervorgerufen wird. Die Viren befallen dabei Nervenzellen im Rückenmark. Besonders betroffen sind Kinder zwischen drei und acht Jahren. In der Bundesrepublik Deutschland gilt die Krankheit durch konsequente Impfungen als ausgerottet.

Der Erreger der Poliomyelitis


Die Kinderlähmung wird durch Polioviren ausgelöst. Diese Viren gehören zu dem Enterovirus und besitzen einen Durchmesser von ca. 30 Nanometern. Es werden drei Typen unterschieden, von denen Typ 1 am gefährlichsten ist. Die Typen sind nicht kreuzimmun, d.h., theoretisch ist eine Erkrankung einer Person an allen drei Virus-Typen möglich.

Infektion mit Polio


In der Regel gelangen die Viren über den Mund in den Körper des Patienten. Sie sammeln sich zunächst im Darm und vermehren sich dort. Anschließend befallen sie die Lymphknoten. Nach einer weiteren Vermehrung verteilen sich die Polioviren über die Blutbahnen. Auf diesem Weg befallen die Viren vorzugsweise die Nervenzellen am Rückenmark, die für die quer gestreifte Muskulatur - insbesondere für Steuerung - verantwortlich sind. Nach der körpereigenen Abwehrreaktion durch das Eindringen von Leukozyten können sich die Nervenzellen entzünden. Als Folge davon kann es zu der Zerstörung der Nervenzellen kommen.

Krankheitsverlauf und Symptome der Kinderlähmung


Bei etwa neun von zehn Infizierten verläuft die Kinderlähmung ohne Krankheitsanzeichen. Bei diesen Menschen gelingt dem Immunsystem des Körpers die Bekämpfung der Viren. Es kommt zur Bildung von Antikörpern.
Bei etwa einem von zehn infizierten Personen kommt es nach einer Inkubationszeit von einer bis zwei Wochen zu folgenden Symptomen:


•    Fieber
•    Niedergeschlagenheit
•    Halsschmerzen
•    Durchfall
•    Erbrechen.

Bei drei von vier Patienten verläuft die Erkrankung ohne weitere Folgen. Das zentrale Nervensystem wird nicht befallen.
Kommt es jedoch zu einem Infekt des zentralen Nervensystems, verläuft die Krankheit mit schweren Folgen. Zunächst klingt das Fieber ab. Etwa für eine Woche ist der Patient ohne Beschwerden und fieberfrei. Nach dieser Phase tritt eine Hirnhautentzündung auf, die nichteitrig auftritt. Lähmungen sind hier nicht zu beobachten. Allerdings steigt das Fieber wieder an, meist bis 39 °C. Hinzu kommen Steifigkeit im Nacken und Kopfschmerzen.
Etwa 1 % aller Infizierten müssen einen schwereren Krankheitsverlauf hinnehmen. Bei diesen Patienten treten Lähmungen insbesondere der Oberschenkelmuskulatur, der Harnblase, des Mastdarms u.a. auf. Die Lähmungen werden von starken Schmerzen begleitet. Hinzu treten Schluckbeschwerden und Atem- und Kreislaufbeeinträchtigungen. Unter den Infizierten mit diesem Krankheitsverlauf besteht eine hohe Sterblichkeitsrate.
Gewöhnlich aber verlieren sich die Symptome und Folgen der Krankheit innerhalb von zwölf Monaten. Es können jedoch auch dauerhafte Schäden zurückbleiben. Dazu zählen im Besonderen Lähmungen und Durchblutungsstörungen. Noch Jahre oder Jahrzehnte nach der Infektion können sich Spätfolgen einstellen. Diese sind zum Beispiel Müdigkeit, Schmerzen in den Muskeln oder Muskelschwund sein.

Therapie der Kinderlähmung / Poliomyelitis


Die Behandlung richtet sich insbesondere gegen die auftretenden Symptome. Dazu gehören absolute Bettruhe, die Verhinderung von körperlichen Belastungen und sorgfältige Lagerung. Schmerzen und Entzündungen werden bekämpft. In der Phase nach der Krankheit kann eine gezielte Krankengymnastik die Folgen von Polio bis zwei Jahre nach der Infektion noch erfolgreich bessern.

Impfung gegen Poliomyelitis


Das erklärte Ziel ist die weltweite Ausrottung der Krankheit. Polioviren verändern sich kaum oder nicht und befallen nur den Menschen. Mit einer flächendeckenden und konsequenten weltweiten Impfung lässt sich dieses Vorhaben umsetzen. In den meisten Industriestaaten ist dies bereits gelungen.
Die Impfung erfolgte in der Vergangenheit durch abgeschwächten Lebendimpfstoff per Schluckimpfung. In jüngster Zeit wird die Impfung von Totimpfstoff mittels Injektion vorgezogen.

Finanzielle Absicherung

Für den Fall, dass Ihr KInd an Polio erkrankt, können Sie wenigstens finanziell Vorsorge treffen. Damit im Fall der Fälle keine Gedanken daran verschwendet werden müssen, ob genug Geld in der Haushaltskasse ist um beispielsweise nicht arbeiten zu gehen.

Die Gothaer Perikon, die Absicherung gegen schwere Krankheiten, zahlt die vereinbarte Geldleistung bereits bei der Diagnose der Krankheit Kinderkrankheit / Poliomyelitis.

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