Die Notwendigkeit des Stillens

Im ersten Moment erscheint das Stillen eventuell kompliziert oder umständlich, da hierbei doch einige Punkte zu beachten sind. Während des Stillens sollten frischgebackene Mütter weiterhin auf eine ausgewogene Ernährung achten, möglichst auf scharfe Gewürze verzichten und keine beziehungsweise kaum alkoholische Getränke zu sich nehmen. Diese Einschränkungen stehen jedoch äußerst optimalen Vorteilen gegenüber. Stillen ist für Babys immer gesünder sowie deutlich günstiger und fördert zudem die gesamte Entwicklung des Kindes wesentlich besser als jede Flaschennahrung. So profitieren nicht allein die Kinder, sondern auch die Mütter von der Stillzeit.

Die speziellen Vorteile des Stillens liegen im Besonderen in den tausenden Substanzen der jeweiligen Muttermilch, welche für eine optimale Entwicklung des Kindes benötigt werden. Dazu gehören unter anderem Immunstoffe sowie Wachstumsfaktoren und Vitamine. Jegliche Flaschennahrung bietet zum Beispiel wesentlich weniger unterschiedliche Inhaltsstoffe. Zudem kann Muttermilch die individuellen Bedürfnisse des Neugeborenen perfekt abdecken und wird somit bestens vertragen. Ab der Geburt bis zum vierten Monat enthält Muttermilch sämtliche Nährstoffe, welche das Baby unbedingt benötigt. Die Zusammensetzung der Muttermilch ändert sich erst während des Übergangs von dem Kolostrum (Erstmilch) zur "echten" Muttermilch. Im Verlauf der Stillzeit treten laufend Veränderungen in der Zusammensetzung der Muttermilch auf, da die Bedürfnisse des Kindes sich ebenso stetig verändern.

Zwei wichtige Faktoren sind zudem dafür verantwortlich, dass ein Neugeborenes weder in der ersten Zeit noch in den späteren Monaten Gewichtsprobleme bekommt. Einerseits besteht keinerlei Gefahr der Überfütterung, da die Menge der Muttermilch begrenzt ist. Andererseits befindet sich in der Muttermilch Leptin. Ein Hormon, welches den Fettstoffwechsel positiv beeinflusst, indem es dem Körper signalisiert, dass er satt ist. Beim Stillen nimmt das Baby zudem Antikörper mit der Muttermilch auf, welche äußerst wirksam gegen Infektionen schützen. Entzündungen der Harn- und Atemwege sowie des Darms finden sich bei Kindern, welche gestillt werden wesentlich seltener, als bei Babys die mit Flaschennahrung gefüttert werden. Des Weiteren treten Meningitis (bakterielle Hirnhautentzündung) und Mittelohrentzündungen weniger oft auf.

Das Gleiche gilt für Asthma und Allergien, welchen durch spezielle Substanzen innerhalb der Muttermilch vorgebeugt wird. Da diese positiven Auswirkungen durch ausführliche Studien bewiesen wurden, empfiehlt beispielsweise die WHO (Weltgesundheitsorganisation) ein ausschließliches Stillen des Neugeborenen über eine Zeit von vier bis zu sechs Monaten. Durch weitere Studien bewiesen Ärzte des St. George Krankenhauses/Tooting, dass mit Stillen ein wesentlicher Grundstein für die Gesundheit in späteren Jahren gelegt wird. Stillbabys wiesen als Erwachsene wesentlich gesündere Herzen sowie geringere Cholesterinwerte auf. Somit scheint bewiesen, dass während der ersten Lebensphase die Weichen für optimale Blutfettwerte gestellt werden. Zudem entwickeln ausreichend gestillte Kinder sehr selten Karies, da Muttermilch keinerlei Saccharose enthält.

Selbst die geistige sowie körperliche Entwicklung des Babys wird durch Stillen gefördert. Bei Neugeborenen bewirkt das Saugen während des Stillens eine Stärkung der Kiefermuskulatur. Zur gleichen Zeit muss das Kind beim Trinken der Muttermilch das Gehirn wesentlich intensiver nutzen, als beim Flaschennuckeln. In wissenschaftlichen Test wurde nachgewiesen, dass Flaschenbabys während des Trinkvorgangs zwei Hauptstammnerven aktivieren, Stillbabys dagegen acht. Spezielle Fettsäuren der Muttermilch begünstigen zudem die Hirnentwicklung des Babys, sodass Stillbabys als Erwachsene einen erhöhten Intelligenzquotienten im Vergleich zu Flaschenkindern bewiesen.

Manchmal fällt die Mutter-Kind-Beziehung nach der Geburt etwas schwer, da sie sich nach der Schwangerschaft wie abgeschnitten anfühlen kann. Mithilfe des Stillens kann die Beziehung auf einfache Weise gefestigt werden. Zudem wird beim Stillen das Hormon Oxyzitin ausgeschüttet, welches Wohlbefinden und Glück vermittelt. Zur gleichen Zeit bewirkt Oxyzitin innerhalb des Uterus Kontraktionen. Hierdurch findet der Uterus Unterstützung bei der Rückbildung, sodass die Infektionsgefahr durch eventuellen Wochenfluss-Rückstau verringert wird. Der Körper unterstützt die stillende Mutter des Weiteren mit Prolaktin, einer selbst produzierten Droge. Diese bewirkt eine leichte Vergesslichkeit, sodass sie dem Alltagsstress wesentlich entspannter begegnen kann.

Ein wichtiger Pluspunkt für das Stillen ist der Kostenfaktor. Die benötigte Säuglingsnahrung kann im ersten Lebensjahr leicht bei einem Gegenwert von eintausend Euro liegen, falls ein Stillen nicht möglich oder erwünscht ist. Dazu gesellen sich beispielsweise noch die Kosten für Sterilisator, Flaschen sowie Energie. Wird das Baby gestillt können somit immense Kosten eingespart werden und die Mütter leben gesünder und länger. Des Weiteren tritt Brustkrebs wesentlich seltener bei Frauen auf, welche ihr Kind ausreichend gestillt haben. Die Mediziner stehen hierbei noch vor einem Rätsel und vermuten einen positiven Nebeneffekt der Hormonumstellung durch das Stillen.

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