Ausgewogene Ernährung von Kindern

Ernährung Kinder

In den ersten Lebensmonaten des Kindes liefert Muttermilch die optimale Versorgung mit allen Nährstoffen, die das Kind benötigt. In manchen Kulturen werden Kinder bis zum 3. Lebensjahr und darüber hinaus mit Brustmilch ernährt. Falls es nicht möglich ist, das Kind zu stillen, finden Eltern Ersatzprodukte, die durch wissenschaftliche Erkenntnisse und regelmäßige Untersuchungen als vergleichbar wertvoll gelten. Schon bald aber wird das Kind zahnen und begierig auf die Teller seiner Tischnachbarn schauen. Zeit, die Ernährung langsam anzupassen.

Ernährung Kinder: Der erste Brei


Je nach Kulturkreis gelten unterschiedliche Nahrungsmittel als ratsam für die Ernährung nach Abschluss der Stillphase oder zu deren Ergänzung. Während englische Kinder häufig mit Haferbrei beginnen, herrscht in Deutschland die Vorstellung, dass Karrottenbrei optimal für die frühkindliche Entwicklung sei. Allerdings wiegen andere Kriterien bei der Auswahl schwerer. So sollten erste Breie nicht aus blähungstreibenden Gemüsen zubereitet werden. Der kindliche Darm ist dieser Beanspruchung noch nicht gewachsen. Auch Fleisch darf in den frühen Lebensjahren noch nahezu vollständig fehlen. Zunächst soll sich das Kind an den Vorgang des Essens im Vergleich zum Trinken gewöhnen. Reiswaffeln oder Zwieback nehmen viele Kinder gern zu sich. Allerdings wird hier ein Zusammenhang mit dem Zahnen vermutet. Bei allen Speisen ist jedoch streng darauf zu achten, dass sie nur schwach oder gar nicht gewürzt sind. Auf Zucker hingegen sollte in dieser Zeit vollständig verzichtet werden: Das Kind benötigt ihn nicht und er führt schon beim Milchzahngebiss zu Karies, die auf die bereits im Kiefer liegenden bleibenden Zähne übergehen kann.

Ernährung Kinder: Ab dem Kindergartenalter


Im Alter von etwa drei Jahren wird das Kind weitestgehend selbstständig essen können. Dabei gelten selbstverständlich noch Einschränkungen beim Gebrauch von Messern. Dennoch muss das Kind durch feste Nahrungsmittel zum Kauen angeregt werden. Salzarm und zuckerfrei sollte die Ernährung auch in diesem Alter noch gestaltet sein. Das Kind benötigt infolge seiner vermehrten Bewegung jetzt eine nahrhafte und abwechslungsreiche Ernährungsweise. Obst und Gemüse stehen nach wie vor ganz oben auf dem Speiseplan. Milchprodukte zählen zu den bevorzugten Kalziumlieferanten. Kalzium dient dem Knochenwachstum und der Zahnbildung. Menschen, die in frühen Jahren einen ausgewogenen Kalziumspiegel aufweisen, werden im Alter seltener an Osteoporose leiden. Hier können Eltern über die Ernährung eine Art Versicherung für die späte Lebensperiode ihrer Kinder aufbauen. Starke Knochen tragen ein leben lang. Fleisch kann nun bei Gelegenheit im Speiseplan auftreten. Die vegetarische Ernährung von Kindern ist zwar möglich, setzt allerdings fundierte Nahrungsmittel-Kenntnisse voraus. Tierische Proteine sind hingegen zuverlässige Lieferanten für Eisen und eine große Zahl weiterer Nährstoffe, die gut vom Körper aufgenommen werden und nur schwer durch Gemüse zu ersetzen sind.

Ernährung Kinder: In der Schule


Durch viel Bewegung und das Lernen steigt der Kalorienbedarf der Kinder ein weiteres Mal. Allerdings bewältigen Eltern diese Anforderung nicht mit großen Mengen an Essen, sondern besser durch kurze Intervalle zwischen den Mahlzeiten. Ein gemeinsames Frühstück aus Getreide- und Milchprodukten, das Schulbrot samt Obst oder Rohkost, eine warme Mahlzeit mittags, eine Zwischenmahlzeit am Nachmittag sowie ein Abendbrot sollten regelmäßig angeboten werden. Spätestens jetzt lässt sich die Ernährung mit Fisch ergänzen. Fisch liefert ausgezeichnete Fette, die als vorbeugend bei vielen Erkrankungen gelten. Dabei besitzt Seefisch aus kalten Gewässern einen höheren Anteil an Omega-3-Fettsäuren als Süßwasserfische. Bei der Gabe mancher Meerestiere ist jedoch Zurückhaltung geboten. Muscheln und einige Arten von Seefisch sind stark mit Quecksilber und anderen Schadstoffen belastet. Genauere Informationen liefern die einschlägigen Verbrauchschutzeinrichtungen.

Ernährung Kinder:Jugendliche essen was sie wollen – leider


Je älter das Kind wird, desto eher wird es sich wünschen, seinen Speiseplan nach eigenem Geschmack zusammenzustellen. Fast Food steht bei vielen Heranwachsenden hoch im Kurs. Allerdings kann die Werbung den bewussten Verbraucher nicht darüber hinwegtäuschen, dass eine fettreiche und nährstoffarme Ernährung eher schadet, als Nutzen zu bringen. Gemeinsame Mahlzeiten nach ausgewogenen Ernährungsprinzipien können helfen, einer Fehl- oder gar Mangelernährung vorzubeugen. Nach wie vor ist Zucker auf dem Speiseplan verzichtbar. Dies gilt auch für Getränke. Gemüse – roh oder gekocht – sollte die Ernährung dominieren. Obst darf täglich gereicht werden. Fleisch und Fisch liefern Proteine und noch immer benötigt der Jugendliche Kalzium aus Milch, Käse oder anderen Milchprodukten für das Knochenwachstum. Getreide, Nudeln, Reis und Kartoffeln sind wertvolle Energielieferanten. Ungeachtet dessen ähnelt der Ernährungsplan Halbwüchsiger nun dem der Erwachsenen. Allerdings verzehren sie häufig deutlich größere Portionen als ihre Eltern. Solange das Kind nicht zum Übergewicht neigt, sollte dem nachgegeben werden, wenn die Produkte einer ausgewogenen Ernährung entsprechen.

Ernährung Kinder: Empfehlungen der Spezialisten


Die deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. empfiehlt, die Vielfalt der hier erhältlichen Lebensmittel zu genießen und zu nutzen. Vollkorn-Getreideprodukte und Kartoffeln versorgen den Körper mit Mineralstoffen, Vitaminen sowie Ballaststoffen und gehören reichlich auf den Tisch. Fünf Portionen Obst und Gemüse am Tag sind empfehlenswert. Täglich Milch oder Milchprodukte, Fisch einmal bis zweimal die Woche und Zurückhaltung bei Fleisch und Wurstwaren gelten als vorbildlich. Der Verzicht auf Fett schützt vor übermäßiger Gewichtszunahme. Salz und Zucker sollten stets sparsam verwendet werden. Die schonende Zubereitung der Speisen sowie eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr vervollständigen die ausgewogene Ernährung. So gerüstet gelingt die gesunde Ernährungsweise von Kindesbeinen bis ins hohe Alter.

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