Ein zweites Kind als Geschwisterchen

Endlich ist es so weit: Das kleine Geschwisterkind ist unterwegs, die Familie vergrößert sich noch einmal. Die zweite Schwangerschaft mitsamt der Geburt unterscheidet sich deutlich vom ersten Mal: Die werdende Mutter hat jetzt schon mehr Erfahrung, aber das erste Kind weiß noch von nichts.

Die zweite Schwangerschaft

Im aktuellen Mutterpass ist Platz für zwei Kinder, darum gibt es in der zweiten Schwangerschaft kein neues Dokument. Die Mutter kann jetzt die Daten beider Kinder gut miteinander vergleichen, da kommen Fragen auf wie: „Sehen wir den ersten Herzschlag wieder in der 7. Woche?“ oder „Wird das Kleine wohl nochmal so ein Schwergewicht?“ Mit den üblichen Schwangerschaftsbegleiterscheinungen ist die Mutter nun schon gut vertraut, doch nicht jede Schwangerschaft ist wie die andere. Vielleicht bleibt diesmal die Übelkeitsphase aus - oder sie wird schlimmer als zuvor. Es gibt keine Möglichkeit, solche Dinge vorauszusehen, da muss sich die schwangere Frau auch beim zweiten Mal überraschen lassen.

Geburtsvorbereitungskurs nötig?

In der ersten Schwangerschaft nehmen die meisten werdenden Mütter an einem von der Krankenkasse finanzierten Geburtsvorbereitungskurs teil. Auch für die zweite Schwangerschaft bleibt ein solcher Kurs kostenlos, die Frau muss selbst entscheiden, ob sie noch einmal hingehen möchte. Wenn die letzte Geburt schon ein paar Jahre her ist, dann kann eine Auffrischung der Informationen sehr nützlich sein, doch auch wenn die werdende Mutter noch alles genau im Kopf hat: Oftmals tut die Gesellschaft von anderen Schwangeren einfach gut, mit ihnen lässt es sich zumeist viel besser über alle „Zipperlein“, Sorgen und all die kleinen Freuden des Alltags reden, als mit dem eigenen Mann - oder der nicht schwangeren besten Freundin.

Geschwisterkind vorbereiten

Auch das „große“ Geschwisterkind muss irgendwann über die Schwangerschaft informiert werden. Ist das erste Kind noch sehr jung, dann sollte dies verzugsweise erst im späteren Verlauf der Schwangerschaft geschehen, denn einen Zeitraum von vielen Monaten kann ein Kleinkind noch gar nicht überblicken. Eine schöne Möglichkeit, von dem anstehenden Geschwisterchen zu erzählen, bieten die Ultraschallfotos: Sobald das Babygesicht deutlich darauf erkennbar ist, können die Eltern dem Kind ein solches Bild zeigen und von dem Baby im Bauch erzählen. Auf diese Weise wird es einem visuell orientierten Kleinkind oder Kindergartenkind erleichtert, zu begreifen, dass es sich um ein ganz reales Baby handelt.

Geschwisterkind in die Schwangerschaft mit einbeziehen

Je nach Alter des Kindes sollte die Mutter es am Fortlauf der Schwangerschaft teilhaben lassen: Vielleicht darf es vorsichtig den runder werdenden Bauch streicheln, die Bewegungen des Babys erfühlen oder sogar mitkommen zu einem Ultraschalltermin. Es gibt auch gute Bilderbücher, die ein werdendes Geschwisterkind auf den neuerlichen Nachwuchs vorbereiten und auf kindgerechte Weise alles Wichtige erklären. Auf einem gemeinsamen Einkaufbummel könnte das Kind vielleicht einen Strampelanzug oder ein Spielzeug für das neue Geschwisterchen aussuchen und es als Geschenk für den großen Ankunftstag verpacken. Eltern sollten den Sohn oder die Tochter auch speziell auf den Tag der Geburt vorbereiten und erklären, dass Mama dann für einige Zeit im Krankenhaus sein wird, wo man sie alsbald besucht. Als kontraproduktiv hat es sich erwiesen, das Baby als baldigen Spielkumpanen anzupreisen, denn bis das neue Kind so weit ist, wird einfach viel zu viel Zeit vergehen. Im Endeffekt führt dieser Umstand schnell zu einer großen Enttäuschung beim erwartungsvollen Geschwisterkind.

Der Tag der Geburt

Wenn das zweite Baby endlich da ist, dann darf der frischgebackene große Bruder oder die neugierige große Schwester natürlich als Erstes in das Krankenzimmer zur Mutter gehen, mit Mama schmusen und das mitgebrachte Geschenk abgeben. Besonders schön wäre es, wenn es nun auch ein Geschenk für das „große“ Kind gäbe, das von nun an einen ganz besonderen Status in der Familie erhält: Denn „großer Bruder“ oder „große Schwester“ ist schließlich nicht jeder! In den nächsten Wochen wird sich vieles um das Baby drehen, das ja noch ganz klein und hilflos ist. Doch ein besonders Augenmerk sollte trotzdem immer dem großen Kind gelten: Es darf beim Wickeln und Baden „mithelfen“, mal den Kinderwagen schieben oder das weinende Baby mit einem Kuss trösten. Für diese wichtigen Tätigkeiten sollte es viel Beachtung und Lob erhalten, damit es sich im frisch erweiterten Familienkreis ernst genommen fühlt.

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