13.01.2015

Gewichtskontrolle bei Kindern

Wissenschaftliche Studien belegen, dass in Deutschland jedes fünfte Kind zu dick ist. Viele Eltern verharmlosen das Thema Übergewicht. Dabei belasten die überflüssigen Pfunde den Körper des Heranwachsenden. Zudem sind dicke Kinder häufig Hänseleien von Gleichaltrigen ausgesetzt, so dass sie auch psychisch leiden.

Spätestens dann, wenn Kinder für das andere Geschlecht zu schwärmen beginnen, sind sie auf ein attraktives Aussehen bedacht. Schließlich möchten sie gefallen. Zu diesem Zeitpunkt fangen sie an, ihre Figur kritisch zu hinterfragen. Entspricht Letztere nicht ihren Vorstellungen, suchen sie nach Wegen zur Veränderung.

Kleinere Kinder haben zu ihrer Figur keinen Bezug. Bei ihnen beeinflussen ausschließlich die Erwachsenen das Gewicht. Deren eigene Essgewohnheiten, körperliche Aktivitäten sowie die Einstellung zur Gesundheitsvorsorge überträgt sich auf das Kind. Schlanke Eltern haben selten dicke Kinder. In übergewichtigen Familien sind meist mehrere Personen zu dick. Das Übergewicht ist nicht selten gepaart mit dem Diabetes mellitus, Gelenkproblemen oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Zudem spielen die Gewohnheiten beim Einkauf von Lebensmitteln eine Rolle. Stehen dem Kind regelmäßig Süßigkeiten und Fastfood zur Verfügung, wird es zugreifen. Das Kind isst, was da ist und was ihm schmeckt. Es nützt wenig, an die Vernunft zu appellieren. Kleine Kinder kennen kein Maß beim Naschen. Süßes und fettige Speisen sollen Kindern nicht gänzlich verboten werden. Eine sinnvolle Zuteilung ist wichtig.

Ob das Kind zu dick ist, lässt sich durch regelmäßiges Wiegen feststellen. Die durchschnittlichen Normalwerte können Eltern dem Vorsorgeheft des Kindes entnehmen. Übersteigt das Gewicht die Normalwerte um mehr als 20 Prozent, sollten die Ernährungsgewohnheiten des Kindes überprüft werden. Zudem wird mehr körperliche Betätigung empfohlen.

Weicht das Gewicht jedoch um etwa 20 Prozent nach unten ab, ist davon auszugehen, dass das Kind zu dünn ist. Auch untergewichtige Kinder sollten therapiert werden. Ansonsten kann es infolge einer Mangelernährung zu Wachstumsverzögerungen und Organschäden kommen.

Leidet das Kind an Gewichtsproblemen, sollten sich die Eltern einem Fachmann anvertrauen. Dies kann der Hausarzt, aber auch ein Ernährungsberater sein. Wichtig ist, dass man sich gut aufgehoben fühlt. Nur dann kann ein Vertrauensverhältnis entstehen. Es ist dringend davon abzuraten, auf eigene Faust Diäten mit dem Kind auszuprobieren. Überversorgungen mit Nährstoffen können ähnlich negative Auswirkungen auf die Gesundheit haben wie Mangelerscheinungen.

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